Sonntagsnachmittagskonzert, ab 14 Uhr

Das Blue Wave Festival bietet im Sonntagsnachmittagskonzert einen preisgekrönten Bluesman
Am Sonntagnachmittag bildet das architektonische Ensemble, bestehend aus dem Kurhaushotel, dem Kurplatz mit Pavillon, den Pergolen und den Wandelhallen zum dritten Mal die Kulisse für ein Konzert des Blue Wave Festivals. Am Sonntagnachmittag stehen die Zeichen noch einmal auf authentischen Blues aus Amerika. Dabei ist es der Blues der heute in Amerika, also in Chicago, in Los Angeles oder auch Bosten gespielt wird, der das Publikum begeistern wird. Keith Dunn und seine Band ist der Hero des Tages Für einen humorvoll und lockeren Ausklang des Konzertnachmittags sorgt hier zum Abschluss noch einmal die Autobahnkapelle. Der musikalische Start ist um 14.00 Uhr.
Der Amerikaner Dunn und seine Band führen das Publikum in die geschichtsträchtigen Gefilde des Blues. Gelernt hat Keith Dunn ohnehin bei den Besten. Unter anderem spielte er mit Big Walter Horton, Hounddog Taylor, Luther Allison und Jimmy Rogers. Zudem hat er aber auch textlich etwas zu sagen, beschränkt seine Lyrics keineswegs auf gängige Bluesplattitüden und liegt damit tatsächlich nahe bei den Wurzeln. Ein Bluesman, der sich mit der Entstehungsgeschichte seiner Musikform befasst. Auch seine aktuelle Band entspricht seiner Auffassung von Authentizität. Er spielt mit dem einzigartigen Line-Up, bestehend aus Harmonica, zwei Gitarren und Schlagzeug. Das Spiel der Band klingt sehr erdig, jedoch frisch, filigran und aggressiv zugleich.
Das Repertoire ist eine Mischung aus seltenen Standards und eigenen preisgekrönten Songs. Alles gespielt mit einem tiefen „Low-Down Groove", der sofort unter die Haut geht. Weil sie nicht, wie eine Retro-Band, Note für Note kopiert, jedoch auch nicht der neueste Act sein will, kreiert die Keith Dunn Band ihren eigenen Sound, in ihrer eigenen gefühlvollen und kompromisslosen Art. Gemeinsam mit Keith Dunn (Bluesharp, Gesang) spielen die Gitarristen Renaud Lesire und Bart De Mulder, sowie Alex Lex an den Drums. Keith Dunn erhielt zwei Songwriter-Auszeichnungen für sein Solo-Album "AloneWithThe Blues" und kann auf zahlreiche Solo-Auftritte bei Festivals in den USA und Europa verweisen.
Ab 16.30 Uhr bietet die Münchner Autobahnkapelle fast ein traditionelles Kurplatzkonzert. Aber eben nur fast, denn ihre Musik wird wohl kaum einen Besucher ruhig auf den weißen Bänken verweilen lassen. Bei den Nummern, wie Blind Blake`s "He´s In The Jailhouse Now" oder Armand J. Piron´s "I Wish I Could Shimmy Like My Sister Kate" wird der Blues schmissig und mit Herz und Seele intoniert. Auch legt die kleine Band viel Wert auf Authenzität. In der Tradition der Vaudevilleshows wird auf originalgetreue Instrumentierung gesetzt, auf elektrische Instrumente wird verzichtet. Dafür kommen die für die 20er und 30er Jahre üblichen Resonatorgitarren, Banjo, Ukulele, Euphonium (Minituba), Waschbrett und die Singende Säge zum Einsatz.
Das Bluesfestival wird alljährlich im Kurhaussaal beendet. Hier erwartet das Bluespublikum mit Lousiana Red & The Blue Wave Allstar Band ein außenordentliches Finale. Man sollte unbedingt dabei sein.


