Festival - Binz

15.-18. Juni 2017

Camp - Göhren

11.-16. Juni 2017

Samstag
17.Juni
Blue Wave Camp meets Blue Wave Festival
14 – 16 Uhr
Hauptstraße
Eintritt frei

Das Blue Wave Camp in der Woche vor dem Festival ist Treffpunkt für Workshops und Austausch zwischen Musikern, Musikliebhabern, Fans und Amateuren. Wir geben den Teilnehmern aus dem Camp eine Bühne auf der Hauptstraße des Ostseebades Binz. Ähnlich wie auf der Beal Street in Memphis stellen hier verschiedene Künstler direkt auf der Straße ihr Können zur Schau. Dabei machen wir keinen Unterschied zwischen Profis und Amateuren. Entdecken Sie mit uns, wieviel Spaß man mit Musik haben kann, auf der härtesten Bühne der Welt, bei einem Spaziergang auf der Hauptstraße zwischen Seebrücke und Schmachter See. Binz als Geburtsort neuer Blueslegenden? Sowieso!

Moa Blücher Band
16 – 18 Uhr
Bühne am See
Eintritt frei

Blonder Blues aus Schweden, das hätte schön geklungen auf dem Papier. Aber blond ist die Dame der Band nun wirklich nicht, und das ist nicht die einzige Überraschung. Blues kann gute Laune machen, so weit, so bekannt. Aber hat er auch Humor? Die Talente aus dem noch nördlicheren Norden hegen da keine Zweifel. Und klar, spielen können sie so gut wie Köttbullar schmecken. Eine echte Entdeckung.

Till Seidel Band
16 – 18 Uhr
Bühne am See
Eintritt frei

Sie sind die Retrobluesband der Zukunft, ihr Sixties-Style ist Blues zum Tanzen. Die jungen, doch längst etablierten Musiker um Till Seidel sagen der “Plastik-Musik” den Kampf an, und zwar mit Leidenschaft, Fröhlichkeit und originellen Ideen. Das führt nicht nur zu einer einzigartigen, enrgiegeladenen Performance, sondern auch zum unverwechselbaren Sound, in dem Rhodes und Orgel ihren bemerkenswerten Part haben. Der “kleine dicke Niedersachse” weiß einfach, wie man Geschichten erzählt. Und das sogar im Mutterland des Blues, wo er vor einiger Zeit mit Größen wie den Blues Shakes auf der Bühe stand.

Stefano Ronchi
19:00 Uhr
Hauptbühne
Eintritt frei

Man kennt das ja aus dem Land des Azur: Wenn die Mamma lautstark aus dem Fenster über die Straße zum Essen ruft, weil die Pasta fertig ist. Stefano Ronchi hat dann stets ebenso laut zurückgerufen, ein Glück für die Bluesszene. So nämlich entwickelte er seine kraftvolle, tragende Stimme, sozusagen den Parmesan zum Mirácoli-Blues. Jahrelang arbeitete er sich mit seiner E-Gitarre am Rockblues ab, bis ihm seine Vater akustische Musik aus seiner alten Plattensammlung vorspielte. Seitdem ist die Welt um den „Powerfuzzblues“ reicher, eine Eigenmarke des Italieners. Der merkt man ihre Wurzeln aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts an, vor allem die Beziehung zum Ragtime und zum Deltablues.

Crazy Hambones
20:00 Uhr
Hauptbühne
Eintritt frei

Schuhputzer gibt es kaum noch, aber ihr Sound ist geblieben. Jedenfalls in der Ausprägung dieses englisch-amerikanisch-deutschen- Trios. Hambone bezeichnete einst das Schenkelklopfen, mit dem junge Schuhputzer ihre Kundschaft anlockten. Im Jahr 2017 brauchen die Crazy Hambones dazu eine elektrische Blues Harp, eine E-Gitarre und Drums. Was dabei herauskommt, klingt modern und doch traditionell. Der Blues wird nicht neu erfunden, sondern in einfacher, rauer Art neu interpretiert. Muddy Waters, Walt Horton, Little Walter oder Sonny Terry, in deren musikalischen Hinterlassenschaften die Drei “wühlen”, würden sich jedenfalls sofort ihre Boots bei ihnen auf Hochglanz wienern lassen.

Kai Strauss Band
21:00 Uhr
Hauptbühne
Eintritt frei

Zeitloser Blues mit sattem Groove, das funktioniert als Etikett für Kai Strauß und seine Mannen. Doch es beschreibt bei weitem nicht alles. Die Band um den aus der Blueshochburg Osnabrück stammenden Westfalen, der jahrelang an der Seite von Memo Gonzales durch Texas tourte, geht zwar traditionelle Pfade. Nur macht sie das noch längst nicht zu Retrobluesern. Dies verhindern schon die souligen Elemente in ihren Stücken oder der erfrischend fortschrittliche Umgang der nahe an der Perfektion agierenden Musiker mit ihren Arbeitsgeräten. Dazu zählen auch die vielen Eigenkompositionen, bemerkenswert in Ton wie Text. Das Leben schreibt die Geschichten auf das elektrische Brett von Strauss. Er muss sie nur noch ablesen (also abspielen).

Abi Wallenstein Trio
22:00 Uhr
Löwenherz Bühne

Er ist der Liebling der Bluesnation, 72 Jahre alt und kein bisschen leise. Die Energie, mit der der Altmeister seine Auftritte absolviert, geht direkt auf sein Publikum über – und soll sogar heilende Kräfte haben, Nebenwirkungen wie Glücksgefühle nicht ausgeschlossen. Dabei kommt diese Energie nicht wie ein überwältigender Donnerschlag, sondern eher schleichend daher. Noch ehe man es begreift, ist man ergriffen. Abi Wallenstein, einer der „expressivsten und mitreißendsten Bluesmusiker Europas“ (German Blues Circle), dem die großen Konzertsäle und Clubs ebenso gehören wie die Straße, ist eine Legende in seinem Metier. Ein lebender Mythos fast, der trotz seiner Erfolge auf dem Boden geblieben ist. „Ich brauche mehr Zeit, um noch besser im Gesang und an der Gitarre zu werden“, behauptet er (und meint das ernst).

The Bluesanovas
22:00 Uhr
Doldenmädel

Aus dem bluesfreudigen Nordrhein-Westfalen kommen die Blusanovas, die offenbar jahrelang alte Videoaufnahmen geschaut haben und nun wissen, wie eine echte Blues’n’Boogie-Performance geht. Sie scheren sich weder um Geld und Ruhm (aber viel um ihre großen Vorbilder aus Old Chicago). Was zählt ist die Freude am Spiel, der Spaß – und genau das merkt man den fünf Jungs auch an. Ihr Repertoire reicht vom klassischen Chikago Blues über Texas Blues bis zum swinglastigen Jump- and Westcoast Blues. Kurz: Eine runde Sache mit allen Ecken und Kanten.

Niels von der Leyen Trio
22:00 Uhr
Villa Salve

Auf der Spielwiese des Trios erblüht der Boogie-Woogie, als sei ewig Sommer in Chikago (und seiner Vorstadt Binz). Wie es sich für die räuberischen 30-er Jahre in der Mobster-Metropole gehört, ist auch die Berliner Gang auf Beutezug. Fündig wurde sie in den Stilen von Großmeistern des Genres wie Albert Ammons, Pete Johnson oder Meade Lux Lewis. Dennoch besteht das Repertoire zur Hälfte aus eigenen Kompositionen, in denen sich klassische und zeitgenössische Elemente wie House Music, Funk und Soul vermischen. Das mag schon besonders sein, noch „besonderser“ ist: Im Spiel der Drei gibt es kaum Regeln, dafür viele Freiheiten. Schließlich habe jeder Musiker etwas zu erzählen. Wenn es sein muss, auch mal zwölf Minuten lang in einem Basssolo.

Boogie Lounge
22:00 Uhr
Lennox

Boogie Brothers Koeckstadt & Jan Preston
Eine Frau, ein Piano und jede Menge Spaß. Es heißt, Jan Preston könne Elefanten auf den Tasten tanzen lassen. Vielleicht ist damit gemeint, dass sie auch die schwersten Stücke so darbietet, dass sie leicht und locker klingen. Das Spiel der australischen „Queen of Boogie Piano“ wird als frei und fehlerlos beschrieben, Ihre Stimme als empfindsam, sinnlich und raffiniert. Ausgebildet in klassischer Musik, hat sie sich ihr Boogie-Woogie-Können von den Granden des Genres abgelauscht, von Fats Domino etwa oder Jerry Lee Lewis. Deren Meisterschaft ist wohl auf die feurige Jan übergegangen: Man könnte annehmen, so ein Kritiker, sie mit jongliere mit den Klaviertasten.

Musikertreffen & Session
24:00 Uhr
Villa Salve
Ticket hier, (Karten vom Konzert behalten ihre Gültigkeit)
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Blue Wave Festival Binz - Blues